Leben und Arbeiten in China Teil 3

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

heute folgt Teil drei der kleinen Serie über die Erfahrungen und Erlebnisse bei der chinesischen SICK Tochtergesellschaft in Guangzhou. Wie angekündigt berichte ich heute über Menschen und Kultur fern ab der Arbeitswelt

An den meisten Plätzen der Stadt trifft man auf unzählig viele Menschen und ist erstaunt, was diese Menschen so alles fertig bringen. FahrradDa wird kurzerhand auf einem etwas umgebauten Fahrrad ein ganzer Kühlschrank transportiert oder Berge von Obst und Gemüse durch die Stadt gekarrt. Angesichts der hinzukommenden hohen Temperaturen  und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 80 und 90% ist es nicht verwunderlich, dass dies ein völlig ausreichendes Sportprogramm darstellt und man ansonsten wenig sportlich aktive Menschen wie Jogger etc. auf den Straßen sieht. Die Chinesen sehen sich bei den täglichen Erledigungen aufgrund der unzähligen Menschen immer einer gewissen Hektik gegenüber. Viele suchen daher gerne nach Feierabend oder am Wochenende ein ruhiges Plätzchen auf. In verschiedenen Parks kann man den Menschen dann unter anderem beim Tai Chi zusehen.18-08-2012-besuch-einer-anderen-stadt-075

Im Straßenverkehr ist jedoch Vorsicht geboten. Vorfahrtsregeln scheint es nicht zu geben, aber „wer hupt darf fahren“ wäre wohl eine passendere Beschreibung der Situation auf den Straßen. Unglücklich allerdings, wenn jeder die Hupe seines Wagens betätigt, die Autos scheinbar grundlos irgendwo anhalten oder in der rush-hour selbst die größten Straßen aus allen Nähten platzen. Fußgänger sind hierbei wohl allzeit die mutigsten Verkehrsteilnehmer die es in China gibt. Niemand stört sich daran ob eine Straße nun vier oder sechs Spuren hat, wenn man auf die andere Seite muss läuft man einfach hinüber. Eine Ampel würde da auch nicht helfen, da in der Regel bei rotem Licht losgegangen wird.

Als sehr nützlich hat es sich erwiesen, sich alle wichtigen Zieladressen auf Chinesisch aufschreiben zu lassen. Denn eine Kommunikation mit Taxifahrern ist sehr schwierig sollte man nicht einigermaßen gut chinesisch sprechen.

Alle Schokoladenliebhaber werden in China nur schwer auf ihre Kosten kommen. Die Preise der importierten Güter sind exorbitant hoch. So hoch, dass teilweise sogar herkömmliche Schokoladenriegel mit einer Diebstahlsicherung versehen werden! Bei den hohen Temperaturen ist die Vielfalt an Früchten jedoch in der Tat viel erfrischender und so kommt es, dass man an jeder Straßenecke Melonenstücke, Kokosnüsse und vieles andere kaufen kann.kostbareschokolade001

Wer eine Reise nach China wagt, sollte es auch nicht versäumen einige religiöse Stätten anzusehen, die lediglich zu Besuchszwecken ihre Tore öffnen. Die vielen goldenen Statuen und Verzierungen prägen zumeist das Bild im Inneren und der Duft der Räucherstäbchen schafft eine besondere Atmosphäre.

Resümierend sei an dieser Stelle gesagt, dass China seinen Besuchern eine Menge zu sehen bietet und die Menschen jeden mit offenen Armen empfangen. Wer also die Möglichkeit offeriert bekommt dieses traditionsreiche und faszinierende Land zu besuchen, sollte dieses Wagnis in jedem Fall annehmen um auf diese Weise einen persönlichen Eindruck der Gegebenheiten zu erhalten.

Ich verabschiede mich an dieser Stelle, da zeitnah meine Heimreise nach Deutschland ansteht.

Beste Grüße aus Guangzhou,

Svenja

 

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