Mein Vorpraktikum – wie war´s?!

Hallo zusammen, dieses Jahr fing mein DH-Studium Mechatronik bei SICK mit einem Vorpraktikum an. Ich sollte wohl besser „fängt“ sagen, denn genau genommen fängt es erst nächsten Montag an. Trotzdem bin ich schon seit Anfang Juli hier im Unternehmen im sogenannten Vorpraktikum. Das ist auch der Grund für diesen Blog, denn ich werde euch berichten, was ich dabei erlebt habe und ob es sich gelohnt hat, dafür meinen Urlaub nach dem Abi zu opfern.

Einführungstage:

Am Montag den zweiten Juli war es so weit. Nach und nach trafen alle 22 neuen DH-Studenten der Standorte Waldkirch und Donaueschingen am Empfang ein. Die Nervosität war zu spüren – wir wussten schließlich nicht, was uns erwartet. Um 8:30 Uhr wurden wir von älteren DH-Studenten abgeholt und durch das, für viele von uns noch kaum bekannte, Firmengelände zur Ausbildungsabteilung geführt.Gruppenbild

Dort angekommen ging das Programm los. Begrüßung, Vorstellung, Einstellungsformalitäten, Erstellung der Werksausweise, … Nach und nach wurde der durchstrukturierte Plan abgearbeitet. Bis zur Mittagspause waren alle Formalitäten geklärt und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zu der viel gerühmten Kantine. Und das Essen war genauso gut, wie der Ruf es vermuten ließ.

Nach einer gelungenen Stärkung erhielten wir eine Unternehmensführung durch die Ausbilder, um einen Überblick über das Unternehmen zu bekommen. Anschließend wurden uns die Organisationsstrukturen bei SICK vorgestellt. Die nächsten zwei Tage reihten sich Informations- und Schulungsveranstaltungen aneinander. Wir mussten ja schließlich irgendwie erfahren, was uns erwartet und was von uns erwartet wird.

In diesen drei Tagen bekamen wir so viele Informationen, dass einem abends der Kopf schwirrte und man froh war, wenn es nichts mehr zum Merken gab. Zum Glück war für jeden von uns ein Informationsordner angelegt worden, so dass man keine Angst haben musste, etwas zu vergessen.

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Abteilungseinsatz beim Qualitätsmanagement der Umweltmesstechnik:

Nach den Einführungstagen ging es am Donnerstag sofort los. Die meisten von uns blieben in der Ausbildungsabteilung, ich jedoch, so hatte ich erst am Tag zuvor erfahren, sollte gleich meinen ersten zweiwöchigen Abteilungseinsatz antreten. So machte ich mich am Freitagmorgen auf den Weg zu unserem Standort in Reute, wo die Qualitätsmanagementabteilung (QM) der Division 3 schon auf mich wartete – allerdings nur das leere Büro meines Ausbildungsbeauftragten (ABBA), der mir schon beim Anmeldungsgespräch mitgeteilt hatte, dass er an diesem Vormittag nicht da sein wird.Mechanikwerkstatt

Also setzte ich mich an den Computer, der für mich bereitgestellt worden war (und einen viel zu kleinen Bildschirm hatte, der zum Glück in den nächsten Tagen ausgewechselt wurde) und kontrollierte meine E-Mails. Ich hatte natürlich keine bekommen. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als zu warten, bis plötzlich die Tür aufging. Es war der freundliche Mitarbeiter aus dem Nachbarzimmer, der sich meiner annehmen sollte. Froh über diese Abwechslung folgte ich ihm in sein Büro und bekam meine ersten Einblick in die Aufgaben des QM. Als wir schließlich zum Mittagessen gingen, musste ich nicht nur dieses, sondern auch das eben Gelernte verdauen.

Nach dem Essen traf ich schließlich zum ersten Mal auf meinen ABBA. Dieser nahm sich gleich Zeit für mich und stellte mir die Mitarbeiter in der Abteilung vor. Anschließend zeigte er mir das Firmengelände, insbesondere die Produktion verschiedener Sensoren und der großen Systeme.

Zurück im Büro erhielt ich meine Aufgaben für die nächsten zwei Wochen. Dabei handelte sich um die bestehenden Schulungsunterlagen des QM der Division 3. Diese galt es zu aktualisieren, zu überarbeiten und schließlich in übersichtlichere Module zu verwandeln. Da ich noch keinerlei Vorwissen im QM hatte, war das die perfekte Aufgabe für mich. So lernte ich die Grundprozesse des QM mithilfe der Unterlagen kennen und konnte sie aus der Sicht eines „Outsiders“ überarbeiten und sie so auch für andere „Outsider“ verständlicher machen.

Damit hatte ich erstmal zu tun und konnte von da an selbstständig arbeiten. Meine Ergebnisse zeigte ich meinem ABBA, der diese überprüfte und die finalen Versionen schließlich im Intranet veröffentlichte.

Am Ende der zwei Wochen war ich froh, wieder neue Aufgaben zu bekommen. Mich erwartete nämlich die Grundausbildung in der Mechanikwerkstatt.

Ausbildungsabteilung Mechanikwerkstatt:

Meine Zeit in der Mechanikwerkstatt begann mit einer Einweisung durch meinen Ausbilder. So erfuhr ich, wo ich welche Werkzeuge finden kann und welche Regeln es zu beachten gibt. Dann begann ich mit meinem ersten Projekt: Eine CD-Uhr aus Aluminium. Zuerst sollte ich die Grundplatte ohne die Hilfe von Maschinen fertigen. Dazu musste ich die Rohplatte grob auf die richtigen Maße sägen und schließlich die exakten Maße durch Feilen erreichen. Alleine dafür benötigte ich einen ganzen Arbeitstag.digitaltechnik

Am nächsten Morgen besorgte ich mir im Rohlager die restlichen Rohmaterialien. Und dann ging es an die erste Maschine: Eine Drehmaschine. Nach einer Einführung durfte ich selber damit arbeiten. Ein erstaunliches, fast ehrfürchtiges Gefühl, wenn man mit dieser großen kraftvollen Maschine arbeitet, bei der sogar Automatenstahl fast wie Butter bearbeitet werden kann. Aus einem kleinen Stahlzylinder drehte ich eine besondere Schraube, die für die Uhr benötigt wird. Kaum war ich damit fertig kam es noch dicker. Nun war die Fräsmaschine an der Reihe. Mit bis zu 2000 Umdrehungen pro Minute sind auch hier harte Materialien kein Problem. Auf jeden Fall sollte man das Kühlen nicht vergessen! Auch hier bekam ich eine Einweisung und bearbeitete schließlich die restlichen benötigten Teile für meine Uhr. Teile auf Maß fräsen, Winkelbohrungen, Nuten fräsen – alle wichtigen Arbeitsschritte waren dabei und so konnte ich die Uhr nach ungefähr einer Woche endlich zusammenbauen. Zusammen mit einem kleinen Uhrwerk und einer CD sieht sie dann auch wie eine Uhr aus (wie auch auf dem Bild zu sehen).

Da ich nun fertig mit meiner Uhr war, bekam ich Fertigungsaufträge. Egal ob Aluminiumdeckel, Kunststoffdrehteile oder kleine Kontaktstifte, in der Mechanikwerkstatt wurde mir nie langweilig. Überrascht hat mich, wie mir sofort Verantwortung übertragen wurde, obwohl ich die Maschinen erst seit einer Woche bedienen konnte. So fertigte ich Teile, die ein Azubi aus einem höheren Lehrjahr für den Bundeswettbewerb benötigte, oder solche auf die schon gewartet wurde. Gerade diese Einstellung gegenüber uns Azubis und DH-Studenten unterscheidet sich komplett von der Mentalität in der Schule. Trotzdem war es kein Problem, wenn man Fehler machte, solange sie kein zweites Mal vorkamen.

Mitte August hatte ich schließlich sieben Tage wohlverdienten Urlaub.

Zurück in der Ausbildungsabteilung stand Mathe auf dem Plan. Zwei Wochen lang beschäftigten wir uns mit der Wiederholung von längst verdrängtem Abiturwissen und neuen Themen, auf die wir in unserem Studium treffen werden. In der zweiten Woche bekamen wir dabei Unterstützung von einem DH-Studenten aus einem höheren Semester.

Die neuen Azubis kamen in der darauffolgenden Woche. Und schon waren wir nicht mehr die „kleinsten“ und wurden selbst gefragt, wo was zu finden ist. Teilweise nahmen wir an den Einführungsveranstaltungen für die Azubis teil und lernten dabei z.B. das Leitbild von SICK oder einen der Vorstände kennen.

Pädagogische Tage:

Und dann hieß es auch schon Koffer packen und ab in den Schwarzwald: Die berüchtigten pädagogischen Tage standen am fünften September an. Das war eine optimale Gelegenheit seine Kollegen besser kennen zu lernen, da zumindest am ersten Tag alle Azubis und DH-Studenten, immerhin knapp 150, da waren. Pädagigische TageEin ganztägiges Outdoortraining stärkte unsere Teamfähigkeiten und machte zudem noch Spaß. Außerdem wurden verschiedene Seminare angeboten, die unseren Einblick in die Philosophie von SICK erweiterten. Nicht nur das Outdoortraining machte Spaß, auch die Azubis und DH-ler aus dem ersten Jahr hatten (zumindest teilweise) und verursachten Spaß: Sie mussten z.B. auf festgelegte Lieder einen Tanz mit einem festgelegten Motto einstudieren und vorführen.

Ausbildungsabteilung SICK School/ Ausbildung Elektronik:

Nach den pädagogischen Tagen kehrte wieder der Arbeitsalltag ein, allerdings an einem neuen Arbeitsplatz: In der Elektronikwerkstatt der Ausbildungsabteilung. Das Thema hieß SICK School. Was ist SICK School? Kurz erklärt: SICK hat Bildungspartnerschaften mit mehreren Schulen in der Umgebung. Und für diese Schulen sollte ein Workshop erstellt werden, der für die neunte und zehnte Klasse gedacht ist. Dieser soll den Schülern in mehreren Schulstunden die Welt der Technik ein bisschen näher bringen. Ergebnis des Workshops ist ein kleiner blauer Roboter der auf verschiedene Signale reagiert. Zum Glück hatte ich zwei fleißige Kollegen, die diese Aufgabe bereits vorher hatten und deren Ergebnisse ich übernehmen sollte. So musste ich nur noch die Feinarbeit erledigen und den Workshop testen. Daher war ich schon früher als geplant fertig und hatte so die Möglichkeit auch die elektronische Seite meines Studiums näher kennen zu lernen, indem ich zuerst die Übungsaufgaben für analoge Technik und dann für digitale Technik erledigen konnte. Angefangen wurde mit sehr einfachen Schaltungen, die aber bald komplizierter werden sollten und am Ende mehr nach Kabelsalat als nach einer sinnvollen Schaltung aussahen.

Am Ende blieb mir noch so viel Zeit, dass ich diesen Blog für euch schreiben konnte, genau heute, an meinem letzten Tag im Vorpraktikum.

Mein Fazit: Das Vorpraktikum hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die praktischen Erfahrungen werden sicherlich an der Hochschule ein großer Vorteil, den wie soll man sich z.B. vorstellen wie ein Werkstück gefräst wird, wenn man noch nie eine Fräsmaschine aus der Nähe gesehen hat? Und außerdem konnte ich jetzt das Unternehmen richtig kennen lernen, ich werde schließlich in meinem ganzen Studium nicht mehr so lange am Stück hier sein.

Viele Grüße,

Danilo

 

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