Tour zur Chinesischen Mauer

Aussicht

Es ist jetzt schon ein bisschen her, aber ein unvergessliches Erlebnis. Unsere Tour auf dem Jiankou Abschnitt der Chinesischen Mauer.

 

WOW – ein unglaublicher Tag. Ein Freund aus Deutschland hat mich gefragt, ob ich mit ihnen zur Chinesischen Mauer will, weil sie einen Fahrer organisiert haben, um an ein nicht so touristisches Stück zu fahren. Mein Freund macht gerade ein Praxissemester bei Daimler in Beijing. Ein paar andere Daimler Praktikanten, mein Freund und ich sind dann zu 6. zur Chinesischen Mauer gefahren.

Ich musste zwar viel zu früh aufstehen, aber es hat sich gelohnt. So eine unglaubliche Landschaft, frische Luft (nach dem Smog hier in Beijing, sehr angenehm), gutes Wetter und ein uraltes Bauwerk, das noch super erhalten ist.

Tourkarte

Gruppenbild

Wir sind um 07:30 Uhr losgefahren. Da ich eine Stunde bis zum Abfahrtsort gebraucht habe, ging es für mich um 06:30 Uhr los. Zum Glück konnte ich auf der zweistündigen Fahrt nochmal ein bisschen schlafen. Von einem kleinen Dorf aus, namens Xizhaizi, sind wir gestartet. Auf einem Trampelpfad, durch Wald zur Mauer hoch. Schon auf dem ersten Stück angekommen, ein unglaublicher Blick.

Mauerabschnitte

Aber das sollte erst der Anfang sein. Insgesamt sind wir fast 7 Stunden gewandert, geklettert und gelaufen. Doch eine lange Zeit, die sich so was von gelohnt hat. Dieser Teil wurde auch nicht restauriert, was es umso spannender machte. Wir hatten unglaubliche Steigungen in der Mauer, die durch die steil abfallenden Bergrücken zustande kommen. Der Jiankou Abschnitt wurde in der Tang Dynastie gebaut und 1368 in der Ming Dynastie erneuert. Im Gegensatz zu vielen anderen Abschnitten wurde hier weißem Dolomit verbaut, was ihm eine besondere Farbe verleiht. Außerdem hat die Mauer aus Dolomit ein große Härte und Stabilität, was die steile und hohe Bauweise der Mauer ermöglicht.

Dolomit

Jiankou ist ein gutes Beispiel für die „wilde Chinesische Mauer“. Teilweise ist sie noch sehr gut erhalten, andere Stellen verwittern immer mehr und viele Stellen sind auch völlig bewachsen. Am Anfang sind wir gar nicht vorangekommen, weil man überall Bilder machen musste und aus dem Staunen nicht mehr heraus kam. Wir haben dann auch relativ früh Mittag gemacht, um unseren Ballast etwas zu reduzieren. Es gab ein typisch deutsches Vesper mit Brot, Wurst und Käse. Eine sehr willkommene Abwechslung zum chinesischen Essen. Danach ging es dann erst richtig los. Die Mauer wurde immer steiler und verwitterter, Türme wurden höher und Täler tiefer. Da musste man teilweise richtig klettern und es wurde anstrengend.

Aufstieg

Aber jedes Mal, wenn man auf einem Turm angekommen ist, ließ einen der Ausblick die ganze Anstrengung vergessen.

Panorama

Am Ende sind wir dann an einem restaurierten Stück de Mauer angekommen. Das hatte dann doch etwas seinen Reiz verloren.

Falls jemand von euch mal nach Beijing kommt und auf Abenteuer steht, kann ich euch nur empfehlen diese Tour zu machen. Wir haben nur am Anfang und am Ende andere Menschen getroffen sonst waren wir die ganze Zeit alleine. Es gibt wohl auch viele die auf der Mauer übernachten. Das ist bestimmt eine tolle Erfahrung.

Patrick Weissenberger

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Ein Gedanke zu “Tour zur Chinesischen Mauer

  1. Thomas sagte am :

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