Was wurde denn aus – Tanja Kury?

  • Name: Tanja Kury
  • Alter: 26 Jahre
  • Ausbildungsberuf: Industriekauffrau
  • Ausbildungszeitraum: 2005 – 2008

 

In welcher Abteilung, in welchem Bereich bei SICK arbeitest du heute?

Nach meiner Ausbildung 2008 hat mich die Abteilung „Division Industrial Safety Systems“ übernommen. Dort arbeite ich als Produktionssteuerin. Mein Arbeitsplatz befindet sich im Büro direkt an der Produktion. Wir fertigen die gelben Sicherheitslichtgitter, die an fast jeder Maschine angebracht werden, zur Absicherung für den Mitarbeiter, damit z.B. keine Hand oder Fuß verquetscht werden kann.

 

Mein Arbeitsplatz im Büro

Was übst du heute für einen Beruf aus? Wie bist du dazu gekommen? (Weiterbildungen, Schulungen, Seminare)

Meine Position heißt Produktionssteuerung/Materialdisposition. Als ich in der Abteilung begonnen habe, war ich bei mehreren unterschiedlichen Schulungen, um alle Programme, mit denen hier gearbeitet wird, kennen zu lernen. Jetzt gerade mache ich eine E-Learning-Schulung für „Microsoft Access“ für Fortgeschritten. Normalerweise braucht man nur die Access-Grundkenntnisse, aber durch meine neue Aufgabe – Organisation der Inventur – muss ich meine Kenntnisse in Access noch weiter vertiefen.

E-Learning ist eine Schulung am PC, bei der man sich die Zeit frei einteilen kann. Wenn ich also neben dem Tagesgeschäft Zeit finde, lerne ich am PC das Programm „Access“ besser kennen 🙂

 

Was sind deine täglichen Aufgaben? Wie gestaltet sich dein Arbeitsalltag?

Meine Hauptaufgabe ist die Materialdisposition. Das bedeutet, dass ich alle Materialien bestelle, die in der Produktion benötigt werden, um die Sicherheitslichtgitter herzustellen. Das sind z.B. Schrauben, das elektronische Innenleben und auch die Verpackungsmaterialien, mit dem wir die Produkte an die Kunden verschicken. Einfach alles was gebraucht wird – in der richtigen Menge und zur richtigen Zeit. Dafür habe ich einen Arbeitsplatz in einem Büro, welches ich mir mit zwei weiteren Kollegen teile. Dabei habe ich viel Kontakt zu Lieferanten, was die Arbeit sehr interessant macht.

Zum zweiten Teil meiner Arbeit, der Produktionssteuerung, gehört die enge Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern innerhalb der Fertigungslinie. Falls es Probleme gibt (z.B. bei fehlendem Material oder wenn Endgeräte nicht getestet werden können,…) sprechen mich die Mitarbeiter an und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung.

Des Weiteren bekomme ich Anfragen aus der Auftragsabwicklung, ob ein Auftrag vorgezogen werden kann. Das kommt dann vor, wenn der Kunde einen Maschinenstillstand hat und nicht weiterarbeiten kann, bis ihm ein Sicherheitslichtgitter von uns vor Ort vorliegt. Sobald so eine Anfrage kommt, spreche ich mit der Fertigungslinie ab, ob dieser eilige Auftrag eingeschoben werden kann.

 

In der Produktionslinie

Da wir unsere Produkte immer wieder optimieren, gibt es Änderungen aus der Entwicklung, die wir umsetzen. Zum Beispiel gibt es eine neue Funktion für ein Produkt, woraufhin die Elektronikkarte muss geändert werden. Dann ist es meine Aufgabe die Änderung mit den Kollegen aus der Entwicklung und Produktion zu koordinieren.

Als neue Aufgabe ist die Organisation der Inventur, die einmal jährlich stattfindet, dazugekommen.

Seit über sechs Jahren arbeite ich mittlerweile in diesem Beruf – und es wird nie langweilig! Das mag ich an meiner Arbeit 🙂

 

Gab es ein besonderes Ereignis in deiner Ausbildung, an das du dich heute noch

Es gibt zwei Erlebnisse, an die ich heute noch sehr gerne zurückdenke.

Das eine ist der Kinderspieletag, den wir im 3. und 4. Lehrjahr für die Mitarbeiterkinder organisieren durften. Wir hatten 4 Tage Zeit, um einen Teil des SICK-Geländes in einen großen Spielplatz umzudekorieren und mit Hüpfburg, Kistenrutsche, hunderten Luftballons und noch vielem mehr auszustatten. Das war ein riesen Spaß für uns Azubis und die Kinder.

Und zum anderen war der Austausch mit ungarischen Schülern ein großes Highlight meiner Ausbildung. Im Herbst kamen 10 ungarische Schüler für drei Wochen zu uns nach Hause und im Frühjahr war der Gegenbesuch – wir Azubis und DH-Studenten reisten gemeinsam mit einem Betreuer auch für drei Wochen nach Ungarn. Wir lebten in der Gastfamilie, unternahmen jeden Tag Ausflüge und besuchten auch die Tochtergesellschaft SICK GHU in Kunsziget. Vom Sightseeing, Grillfest bis hin zum Kanu fahren war alles dabei, was Spaß macht. Und an den Wochenenden waren wir am Plattensee, in Budapest und zum Schluss zwei Tage in Wien.

Ungarn 2008_Wanderung am Plattensee

Am Plattensee in Ungarn

Beides sind einmalige Erlebnisse, die richtig viel Spaß gemacht haben und an die ich immer wieder gerne zurückdenke 🙂 !

 

Welchen Tipp gibst du Schülerinnen und Schülern, die mitten in der Berufsorientierung stecken?

Mein Tipp an alle Schülerinnen und Schüler, die sich noch nicht 100%ig sicher sind, was sie erlernen wollen, ist: Macht ein Praktikum. Während meiner Schulzeit war ich auch zum einwöchigen Praktikum bei SICK und mir hat es so gut gefallen, dass es mich in meiner Berufswahl bestärkt hat.

 

Viele Grüße,

Tanja

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