Was wurde denn aus – Thomas Bludau?

  • Name: Thomas Bludau
  • Alter: 27 Jahre
  • Ausbildungsberuf: DH-Studium Mechatronik
  • Ausbildungszeitraum: 2006 – 2009

 

In welcher Abteilung, in welchem Bereich bei SICK arbeitest du heute?

Ich arbeite in der Elektronikentwicklung der Division „Presence Detection“, Business Unit „Sensors & Connectivity“. Diese Division stellt Näherungssensoren aller Art her. Wo immer die Anwesenheit eines Objekts detektiert werden soll, gibt es hierfür eine Lösung. Dabei kommen optische, kapazitive, induktive und magnetische Sensoren zum Einsatz. In der „Business Unit Sensors & Connectivity“ beschäftigen wir uns mit induktiven und magnetischen Sensoren, vor allem den sogenannten Näherungssensoren. Diese Sensoren können die Anwesenheit eines metallischen Leiters (z. B. ein Stück Blech) oder eines Permanentmagneten erfassen.

 

Was übst du heute für einen Beruf aus? Wie bist du dazu gekommen? (Weiterbildungen, Schulungen, Seminare)

Heute arbeite ich als Elektronikentwickler für induktive und magnetische Sensoren für die Automatisierungsbranche. Zu dieser Berufswahl bin ich über mein duales Studium (Mechatronik) bei der SICK AG gekommen. Während des Studiums merkte ich, dass ich mehr Spaß an der Elektronik als an der Mechanik habe. Innerhalb meiner Praxisphasen hatte ich das Glück, dass ich sehr oft in der Elektronikentwicklung eingesetzt wurde, so auch in meiner jetzigen Abteilung, in der ich meine Abschlussarbeit anfertigen konnte. Dort hat es mir dann so gut gefallen, dass ich deren Jobangebot angenommen habe – und ich habe es bisher keinen Tag bereut!

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Mein Arbeitsplatz

 

Was sind deine täglichen Aufgaben? Wie gestaltet sich dein Arbeitsalltag?

In der Entwicklung ist der Tag hauptsächlich von Projektgeschäft geprägt: jeder Mitarbeiter arbeitet meist an zwei bis drei Projekten gleichzeitig. Ganz selten kommt es auch einmal vor, dass man nur ein großes Projekt hat. Im Projektgeschäft gibt es keinen festen Tagesablauf, jeder Mitarbeiter kann sich seine Arbeit frei einteilen. Natürlich gibt es gewisse Termine und Besprechungen, zu denen Ergebnisse vorliegen müssen oder an denen man teilnehmen muss, aber ansonsten sind die Mitarbeiter für die Erledigung ihrer Aufgaben selbst verantwortlich. Die Arbeit findet hauptsächlich im Büro und in diversen Labors statt. Neben viel Schreibtischarbeit gibt es auch immer wieder diverse Messungen und Versuche, die in den Werkstätten und Labors durchgeführt werden. Dabei kommt man auch mit anderen Abteilungen in Kontakt, mit denen man sich abstimmen muss: Konstruktion, Produktion, Produktionsplanung, Versuchsabteilung, Qualitätsmanagement und nicht zuletzt das Marketing. Die Aufgaben reichen dabei vom Neudesign eines Produkts über die Industrialisierung des Entwurfs bis zur Fehlerbehebung bei Sensoren, die beim Kunden Probleme bereitet haben.

 

Gab es ein besonderes Ereignis in deiner Ausbildung, an das du dich heute noch gerne zurückerinnerst?

Eine sehr lustige „Studienreise“ nach Prag, die neben vielen kulturellen Eindrücken auch viele Gelegenheiten zum Studium der lokalen Feier- und Verköstigungsgepflogenheiten geboten hat. 🙂

 

Welchen Tipp gibst du Schülerinnen und Schülern, die mitten in der Berufsorientierung stecken?

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man eine grobe Idee davon hat, was das Richtige für einen ist: Ist man eher technisch, kaufmännisch oder vielleicht doch an Geisteswissenschaften oder etwas anderem interessiert? Im Vorfeld können hier diverse kurze Praktika helfen, die einen Einblick in die jeweilige Sparte geben. Je nach Entscheidung wird dann die Wahl der Ausbildung oder des Studiums erheblich eingeschränkt. Es ist dann auch nicht mehr ganz so entscheidend, was man studiert, solange die Grundtendenz klar ist. Viele Leute absolvieren ein Studium, arbeiten aber in einem Beruf, der mit den Studieninhalten nur noch wenig zu tun hat. Eine Ausbildung oder ein Studium sollte auch dazu genutzt werden, die eigenen Stärken, Fähigkeiten und Interessen zu erkennen. Die meisten Fähigkeiten und das nötige Fachwissen eignet man sich sowieso während der Berufslaufbahn an (das berühmte „training on the job“). Mein Tipp: lieber ein halbes oder ganzes Jahr in diverse Praktika investieren als ein oder zwei Jahre in das falsche Studium!

 

Viele Grüße,

Thomas

 

 

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