Was wurde denn aus – Matthias Raufer?

  • Name: Matthias Raufer
  • Alter: 26 Jahre
  • Ausbildungsberuf: Technischer Zeichner (jetzt: Technischer Produktdesigner)
  • Ausbildungszeitraum: 2008 – 2012

 

In welcher Abteilung, in welchem Bereich bei SICK arbeitest du heute?

Nach meiner Ausbildung zog es mich an den Standort Reute, wo ich nun in einer der Konstruktions-und Entwicklungsabteilungen der sogenannten Division Identification & Measuring arbeite.  Unsere Gruppe befasst sich mit Distanzsensoren sowie mit 2D- und 3D-Laserscannern.

Zu den klassischen Aufgabengebieten unserer Geräte zählen der Kollisionsschutz von Fahrzeugen, die Abstands- und Objekterfassung sowie die Navigation von autonomen Fahrzeugen, wie man sie z.B. an Häfen oder in großen Logistikzentren sieht. Das Einsatzgebiet ist also sehr groß und wirklich sehr interessant.

 

 

Was übst du heute für einen Beruf aus? Wie bist du dazu gekommen? (Weiterbildungen, Schulungen, Seminare)

Seit ca. zweieinhalb Jahren arbeite ich nun schon als Technischer Zeichner.

Während meiner Ausbildung konnte ich in viele Abteilungen mit verschiedenen Aufgabengebieten „hineinschnuppern“. Aber die Produkte der Division Identification & Measuring und auch deren Verwendung haben mich schon ziemlich früh begeistert. Umso mehr freute es mich, dass ich dort schon ein halbes Jahr vor Ausbildungsende meine Einarbeitungsphase absolvieren konnte.

Seit Oktober 2012 mache ich außerdem eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Maschinenbau-Techniker, welche ich im Frühjahr 2016 abschließen werde. Dadurch erhoffe ich mir, noch mehr ins konstruktive Geschehen miteingreifen zu können.

 

Was sind deine täglichen Aufgaben? Wie gestaltet sich dein Arbeitsalltag?

Mein Aufgabengebiet umfasst hauptsächlich die technische Dokumentation der Geräte, für die ich verantwortlich bin. Das heißt, ich kümmere mich um die Stücklisten sowie Änderungen an Zeichnungen / 3D-Modellen von Einzelteilen, Baugruppen und den dann fertigen Endgeräten. Dies geschieht heute alles über CAD-Programme, welche mit einer Datenbank verknüpft sind. Auch bei Neuentwicklungen und Sondergeräten (spezifisch zugeschnittene Applikationen für einzelne Kunden) ist man von der Planung an, bis hin zur endgültigen Freigabe des neuen Gerätes miteinbezogen. Dabei wird eng mit den Konstrukteuren/Entwicklern, der Produktion sowie dem Marketing zusammengearbeitet. Das ein oder andere Meeting ist dann natürlich auch dabei, wobei es jedes Mal spannend ist den Entwicklungsverlauf des neuen Gerätes mitverfolgen zu können. Hierbei lernt man auch die Gesichtspunkte der anderen Bereiche besser zu verstehen, was man dann bei der Umsetzung berücksichtigen kann.

 

Am_Arbeitsplatz

Ihr seht also: Einen eintönigen Arbeitsablauf gibt es nicht, denn jeder Tag ist anders und bringt neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich! 🙂

 

Gab es ein besonderes Ereignis in deiner Ausbildung, an das du dich heute noch gerne zurückerinnerst?

An meine Ausbildungszeit erinnere ich mich gerne zurück.Toll waren die verschiedenen Exkursionen, die während der Ausbildungszeit veranstaltet wurden. Besonders interessant war für mich der Besuch im Mercedes-Werk in Sindelfingen, wo man die Produktionsstraße und deren großen Industrieroboter begutachten konnte – das war ziemlich beeindrucken! Ein weiteres Highlight war natürlich auch noch unser Sieg beim firmeneigenen Hallenfußball-Turnier 🙂 .

 

Welchen Tipp gibst du Schülerinnen und Schülern, die mitten in der Berufsorientierung stecken?

Sofern man die Möglichkeit hat, mehrere Praktika absolvieren zu können, sollte man die Gelegenheit auf jeden Fall nutzen. Das hat mir damals enorm geholfen, um zu sehen in welche Richtung es überhaupt einmal gehen könnte! Veranstaltungen wie z.B. Jobbörsen können hierzu eine gute Ergänzung sein, um euch für einen Beruf zu entscheiden.

Der Weg zur geeigneten Berufswahl kann auch über Umwege gehen, das ist nichts Ungewöhnliches. Ich selbst begann mit der Hauptschule, danach absolvierte ich eine Lehre zum Bauzeichner. Erst nach einer zweiten Ausbildung zum technischen Zeichner kam ich schließlich zu meinem jetzigen Beruf – einen Schritt den ich bis heute aber nicht bereut habe. Am wichtigsten ist, dass euch die Arbeit vor allem Spaß macht und ihr euch dafür begeistern könnt. Es gibt nichts Schlimmeres als einen Job auszuüben, den man im Grunde gar nicht mag!

 

Viele Grüße,

Matthias

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