Was wurde denn aus – Max Böhme?

  • Name: Max Böhme
  • Alter: 27 Jahre
  • Ausbildungsberuf: Bachelor of Science, Project Engineering
  • Ausbildungszeitraum: 2007 – 2010

 

In welcher Abteilung, in welchem Bereich bei SICK arbeitest du heute?

Nach dem Studium fing für mich das Arbeitsleben in der Division „Advanced Industrial Sensors“ als Produktmanager an. Dort betreute ich Optische Displacement Sensoren. Das sind Sensoren, die für eine sehr präzise Distanzmessung eingesetzt werden. Beispielsweise um Oberflächen auszumessen und damit sicherzustellen, dass die Rückseite eines Smartphones vor dem Zusammensetzen auch wirklich perfekt passt.

2012 entschied ich mich dann, die Chance zu ergreifen und in einen größeren Bereich zu wechseln. Nun bin ich in der Division Industrial Safety Systems im Bereich der Sicherheits-Laserscanner tätig. Solche Laserscanner werden eingesetzt, um Personen zu schützen, die an gefährlichen Maschinen arbeiten.

 

 

Vielleicht hat jemand von euch auch schon automatische Wagen in Krankenhäusern entdeckt, die Arznei oder Essen herumfahren. Wisst ihr, was passiert, wenn ihr euch diesen Wagen in den Weg stellt? Sie halten immer an, absolut immer. Das müssen sie auch, denn was wäre, wenn sie euch übersehen? Unsere Sicherheits-Laserscanner sind so ausgelegt, dass das nicht passieren kann. Das Wagen wird immer anhalten. Geht ihr aus dem Weg, fährt er automatisch weiter.

Habt ihr schon von dem automatischen Park-Roboter „Ray“ gehört? Der vom Serva Transport Systems entwickelte Roboter übernimmt das Einparken am Flughafen in Düsseldorf. Er wird dabei von unseren sicheren Scannern unterstützt. Diese sorgen zum Beispiel dafür, dass keine Personen angefahren werden. In folgendem Video könnt ihr sehen, wie das Parksystem funktioniert:

 

 

Was übst du heute für einen Beruf aus? Wie bist du dazu gekommen? (Weiterbildungen, Schulungen, Seminare)

Ich arbeite als Produktmanager. Das bedeutet, dass ich mich um alle Belange meiner Produktreihe kümmere. Sobald irgendwo ein Problem auftritt, sorge ich dafür, dass die richtigen Leute zusammenkommen, um es zu lösen. Außerdem schule ich unsere neuen Mitarbeiter, den Vertrieb oder auch direkt den Kunden und erkläre ihnen komplexe Produkte. Zu meinen Aufgaben gehört es auch, zu analysieren, warum Produkte erfolgreich sind und warum nicht. Es kann ja auch mal vorkommen, dass ein Produkt erfolgreich ist und ein anderes nicht. Dann ist es meine Aufgabe, die Ursache zu ermitteln und Rückschlüsse zu ziehen, was bei einer neuen Produktgeneration erforderlich ist um erfolgreich zu sein. Wichtig ist es auch, dass ich den Wettbewerb und neue Technologien im Auge behalte. Denn letztlich sorge ich dafür, dass meine Produkte erfolgreich verkauft werden – heute und auch in Zukunft!

 

Was sind deine täglichen Aufgaben? Wie gestaltet sich dein Arbeitsalltag?

Der typische Arbeitstag beginnt für mich mit dem Blick in den Kalender: Welche Meetings stehen heute an? Schaffe ich es, alle Themen rechtzeitig abzuschließen? Ich arbeite viel mit Menschen zusammen: Mit Entwicklungsingenieuren, Mitarbeitern im Einkauf, anderen Produktmanagern, Marketingverantwortlichen, Dienstleistern, Produktionsplanern, usw. Das gestaltet meinen Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich.

Natürlich arbeite ich auch viel mit typischen Office-Anwendungen: Ich verfasse Protokolle, Briefe, etc. in Word, erstelle Auswertungen zu Verkaufszahlen und Deckungsbeiträgen in Excel, bereite komplexe Themen in PowerPoint auf oder prüfe den Materialstand in SAP.

Dabei kann während dem Arbeitstag immer etwas dazwischen kommen: ein Kunde benötigt etwas oder möchte einen Produktmanager vor Ort haben. Das ist spannend, weil es Abwechslung bringt.

Gab es ein besonderes Ereignis in deiner Ausbildung, an das du dich heute noch gerne zurückerinnerst?

Ich hatte das Glück, mein drittes Studienjahr an der Universität Cardiff zu verbringen. Cardiff ist in Deutschland wenig bekannt, dennoch hat die Stadt einiges zu bieten! Cardiff ist die Hauptstadt von Wales und bietet bereits als solche zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten. Noch dazu liegt die Stadt direkt am Meer und hat einen schönen Hafenbereich, die Bayfront.

Auch das Studentenleben ist nicht zu verachten! Es befinden sich drei große Universitäten in der Stadt, die Cardiff University mit 28.000 Studenten (auf dieser Uni war ich), die University of Wales mit 12.000 Studenten und die Glamorgan University mit 21.000 Studenten. Es gibt auch noch ein paar kleinere Colleges in der Stadt. Man kann sich vorstellen: Langweilig war es in Cardiff nie und ich hatte dort eine tolle, interessante Zeit.

Welchen Tipp gibst du Schülerinnen und Schülern, die mitten in der Berufsorientierung stecken?

Traut euch, Praktika zu machen! Das hilft ungemein, sich mit Leuten aus den verschiedenen Berufen / Abteilungen zu unterhalten und mal zu schauen, was einem so gefällt.

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