Praxissemester in Tokio

Hallo zusammen, mein Name ist Leonie und ich absolviere mein Duales Studium bei SICK in Wirtschaftsingenieurwesen. In den letzten 3 Monaten habe ich mein Praxissemester bei unserer Tochtergesellschaft in Tokio verbracht, worüber ich euch heute erzählen möchte. Im Moment sitze ich gerade im Flugzeug auf dem Weg zurück nach Deutschland und vermisse Japan jetzt schon!

Die lieben Kollegen, die wundervollen Leute aus aller Welt, die ich in Tokio kennengelernt habe, das leckere Essen, die Automaten, die einen jederzeit mit Trinken versorgen, beheizte Toiletten, die heißen Quellen, Sakura-Bäume (Kirschblüten), die verrückten Styles und die merkwürdigen Dinge, die vermutlich nirgends sonst auf der Welt zu finden sind. Eulencafe, Robot Restaurant, Hostbars, Schilder mit süßen Tieren, die auf Verbote hinweisen (und davon findet man ganz schön viele!), Kapselhotels. Das sind wenige Beispiele, die die Einzigartigkeit des Landes zeigen.

Arbeit

Ich bin froh, dass ich die Chance bekam, hier in die Arbeitswelt unserer Tochtergesellschaft reinzuschnuppern, meine Freizeit und meinen Urlaub zu verbringen.

Das japanische Arbeitsdenken ist in einigen Bereichen ein wenig gewöhnungsbedürftig für eine DH-Studentin wie mich, die es gewohnt ist, ihre Arbeitszeit genau zu erfassen. Hier vergisst man auch mal, den Urlaub zu nehmen und Überstunden sind hier an der Tagesordnung. Das führt sogar dazu, dass die japanische Regierung immer mehr Feiertage einführt.

Anders als zuerst angenommen, hat mir hat die Zusammenarbeit im Großraumbüro sehr gut gefallen. Man bringt sich, wenn man irgendwo war, gegenseitig sogenannte Omiyage (Souvenirs, meist Süßigkeiten) mit. Einmal im Monat findet auch eine kleine Pizzaparty statt. Die Leute sind locker und liebenswert und haben so dafür gesorgt, dass ich mich sehr wohl gefühlt habe.

Außerdem hat mein Betreuer immer versucht, meine Aufgaben abwechslungsreich zu gestalten. Ich durfte auch einmal auf einer Messe in Osaka helfen, wie ihr hier auf Facebook schon sehen konntet.

Freizeit

Meine Freizeit in Tokio gestaltete ich damit, die die Stadt zu erforschen und oft neues Essen auszuprobieren (wovon es in Japan ziemlich viel gibt!). Neben außergwöhnlichem wie Knoblauch-Eis und Natto (eingelegte Bohnen, die beim Essen schleimige Fäden ziehen. Mich erinnerten sie an warmen Käse.) gibt es außerdem alles, was man im Meer so finden kann und das meist roh. Da das Meer einiges zu bieten hat, sind da keine Grenzen gesetzt. So kam ich unter anderem dazu, rohen Kugelfisch zu essen und habe es überlebt :-).

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Auch an Unterhaltung hat Tokio einiges zu bieten: Besonders empfehlenswert sind hier das bereits erwähnte Robot Restaurant und die lauten Spielhallen, wo es von Action- bis zu Musikspielen alles gibt.

Reisen

Beim Reisen hat mir besonders das Snowboarden in den Bergen Japans und die berühmten Snowmonkeys gefallen. Außerdem ist Kyoto sehr zu empfehlen. Hier treffen Moderne und Tradition zusammen. Ein gutes Bild hierfür sind meiner Meinung nach all die Gruppen von Japanerinen im Kimono, die mit Selfiestick ausgestattet fleißig ihre Fotos vor den alten Tempeln und Schreinen machen:

 

JapanAffen

Mittlerweile bin ich wieder sicher in Frankfurt gelandet und verabschiede mich von euch. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Eindruck von meiner Zeit in Japan vermitteln. Ich werde jedenfalls immer mit einem Lächeln auf diese Zeit in Tokio zurückblicken!

Viele Grüße,

Leonie

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