Eine Botschaft an die Schüler

Was mache ich nach meinem Schulabschluss? Lieber eine weiterhin Schüler sein und eine weiterführende Schule besuchen oder studieren? Oder doch eine Ausbildung starten?

Das sind hoffentlich Fragen, die sich mein Publikum stellt, während ich als Ausbildungsbotschafter unterwegs bin. Mein Name ist Jonathan, ich bin technischer Produktdesigner im 3. Ausbildungsjahr. Inzwischen war ich schon drei Mal als Ausbildungsbotschafter unterwegs.

Aber was bedeutet das denn überhaupt?

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg hat die Initiative „Ausbildungsbotschafter“ ins Leben gerufen (Video über Ausbildungsbotschafter und  Seite der Ausbildungsbotschafter). Das Ziel ist, das Thema „Ausbildung“ realitätsnah an die Schulen zu bringen. Dadurch helfen wir den Schülern, Entscheidungen über ihren Berufsweg zu treffen.

 

Wie kam ich überhaupt dazu, mich den Ausbildungsbotschaftern anzuschließen?

Mein Weg zum Ausbildungsbotschafter

Im ersten Ausbildungsjahr wurde ich von meinem Ausbilder gefragt, ob ich bei dieser Initiative mitmachen möchte. Ehrlich gesagt, wusste ich überhaupt nicht viel darüber. Ich wusste nur, dass es darum geht, Schülern von der Ausbildung zu erzählen. Damals dachte ich mir schon: „Das finde ich eine geniale Idee! Das hätten die während meiner Schulzeit auch gerne schon machen können.“ Deshalb habe ich zugestimmt und mich bei einem Schulungstag angemeldet. Die Berufliche Bildung gGmbH (BBQ) Emmendingen ist der Koordinator in unserem Kreis für die Ausbildungsbotschafter. Dort hat dann auch der Schulungstag stattgefunden. An diesem Tag wurde uns erklärt, was wir den Schülern erzählen sollen und wie wir uns am besten vorbereiten können. Als Abschluss der Schulung sollten wir einen Vortrag halten, wie später auch in den Schulen. Ich war sehr nervös und aufgeregt. Mir ist es schon immer schwer gefallen, vor eine Gruppe zu stehen und zu sprechen. So ging es mir auch dort. Doch auf einmal spürte ich: „Hier bin ich genau richtig“. Ich wusste, ich würde nun in Zukunft öfter vor völlig fremden Schülern stehen und einen Vortrag halten. Das war meine Chance, um mich weiterzuentwickeln.

 

Einsatz am Gymnasium Kenzingen

Und so hatte ich nun schon mehrere Einsätze an Schulen und habe von meiner Ausbildung erzählt. Dabei ist es wichtig, ehrlich davon zu erzählen, wie mein Alltag aussieht. Ich zeige meistens in einer PowerPoint-Präsentation mehrere Bilder zu meinen Projekten, die ich bereits betreut habe. So wie auch letzte Woche, als ich am Gymnasium Kenzingen war. Dort fand ein Berufsinfotag statt. In den ersten beiden Stunden erzählte unser Ausbildungsleiter davon, welche Wege den Schülern nach dem Abitur offen stehen. Währenddessen saß ich mit den anderen Ausbildungsbotschaftern, sowie drei Studienbotschaftern und unserem Koordinator vom BBQ in einem Klassenzimmer. Wir bereiteten unsere gemeinsame Präsentation vor. Es sollte nämlich an diesem Tag ein besonderer Ablauf stattfinden. Normalerweise gehen wir in die Klassen und jeder Botschafter erzählt 15 – 20 Minuten über seinen Lebensweg, seine Tätigkeiten und geht auf Fragen der Schüler ein. Doch dieses Mal starteten wir gemeinsam in der Aula mit einer Präsentation. In dieser Präsentation wurden die verschiedenen allgemeinen Aspekte eines Studiums und einer Ausbildung gegenübergestellt. Fragen wie zum Beispiel „Wie muss ich mich bewerben?“ und „Wie finanziere ich mich während einer Ausbildung und einem Studium?“ wurden dabei beantwortet. Nach dieser Präsentation fanden drei dreißigminütige Durchläufe statt, in denen die Schüler sich aussuchen konnten, zu welchen Ausbildungs- bzw. Studienbotschaftern sie möchten. Erfreulicherweise kamen an diesem Tag auch viele Schüler zu uns!

Meine Erlebnisse

Für mich war dieser Tag wieder sehr aufregend, da ich vor einer sehr großen Gruppe sprechen sollte. Was mir dabei aber half, war dass ein Azubikollege von SICK mit dabei war. So wusste ich, dass jemand da ist, auf den ich mich verlassen kann. Und während der gemeinsamen Präsentation in der Aula bemerkte ich, wie ich mich inzwischen entwickelt habe. Es fiel mir schon viel leichter zu sprechen und den Schülern meine Erlebnisse zu schildern. Das hat mich im Rückblick sehr überrascht. Es freut mich sehr, dass ich solche Fortschritte machen konnte. Das motivierte mich für die kleinen Präsentationen danach. Ich war an diesem Tag viel selbstbewusster und konnte den Schülern ganz gelassen von meiner Ausbildung erzählen. Am Ende fragten mein Azubikollege und ich die Schüler, wie sie den Tag fanden. Wir bekamen ein sehr ehrliches und positives Feedback, was uns beide sehr gefreut hat!

Abschließend kann ich sagen, dass der vergangene Einsatz sehr gelungen war und viel Spaß gemacht hat. Alle bisherigen Einsätze als Ausbildungsbotschafter haben mich persönlich weiter gebracht und sicherlich auch vielen Schülern geholfen. Das freut mich und motiviert mich, das wieder zu tun.

Bis zum nächsten Mal!
Jonathan

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Ein Gedanke zu “Eine Botschaft an die Schüler

  1. Hallo Jonathan,
    vielen Dank für Deinen tollen Erfahrungsbericht und Deinen Einsatz als Ausbildungsbotschafter!
    Uns hat Dein Beitrag so gut gefallen, dass wir ihn über unseren Facebook-Auftritt mit den anderen Ausbildungsbotschaftern teilen wollen. Du findest ihn unter:
    https://www.facebook.com/gutausgebildet/

    Viele Grüße aus Stuttgart
    Thomas Weise
    Leitstelle Ausbildungsbotschafter

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