Aus dem Arbeitsalltag eines Informatik-Ausbilders – Interview mit Tobias Weckerle

SICK Karriere: Herr Weckerle, Sie sind bei SICK für die Ausbildung der Fachinformatiker und der DH-Studenten im Studiengang Informationstechnik zuständig. Wie ist Ihre eigene Ausbildung verlaufen und was hat Sie dazu bewegt, selbst Ausbilder zu werden?

 

Tobias Weckerle: SICK lernte ich bei meinem Praktikum zur Berufsorientierung kennen und gewann dadurch einen Einblick in die Welt der Technik. Schon damals wusste ich, dass der Bereich Informatik genau das Richtige für mich ist, da ich mich in der Freizeit schon mit der Programmierung beschäftigt habe. Somit entschied ich mich für ein DH-Studium bei SICK. Mir persönlich macht es Spaß, junge Leute bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Mittlerweile bin ich seit knapp drei Jahren in dieser Rolle. Lernen hört auch nach der Ausbildung nicht auf. Gerade in der IT entwickelt sich alles schnell weiter und man sollte immer auf dem aktuellen Stand bleiben.

 

SICK Karriere: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

 

Tobias Weckerle: Als Ausbilder bin ich für die fachliche und persönliche Betreuung der auszubildenden Fachinformatiker und DH-Studenten im Bereich Informationstechnik zuständig. In der Ausbildungsabteilung vermittle ich die Grundlagen. Angefangen bei Programmiersprachen wie C, C++, C# bis hin zu Webtechnologien (HTML, CSS, JS, ASP.NET) und Datenbanken (SQL).

Bei Projekten bespreche ich gemeinsam mit den Auszubildenden den Stand und das weitere Vorgehen. Zudem unterstütze ich sie bei der Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung.

Als Ansprechpartner für unsere Ausbildungsbeauftragten in den Abteilungen halte ich den Kontakt in die Fachbereiche und stimme mich mit den Abteilungen über die Einsätze von meinen Studenten und Azubis ab.

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SICK Karriere: Jetzt startet wieder die Bewerbungsphase für Ausbildungs- und Studienplätze für 2017. Auf was sollten die Bewerber für den Bereich Informatik achten?

 

Tobias Weckerle: Ja das stimmt. Unser Auswahlverfahren findet ein Jahr vor Ausbildungsbeginn statt und die ersten Bewerbungen sind schon eingegangen! Vorkenntnisse in der Informatik sind nicht zwangsläufig notwendig, können aber durchaus sinnvoll sein. Viele Bewerber haben bereits an AGs oder Nebenfächern in diesem Bereich teilgenommen. Auch eine schulische Ausbildung am Berufskolleg ist für Fachinformatiker oft ein guter Start. Naturwissenschaftliche Fächer (Physik, Mathematik, Informatik) sollten den Bewerbern Spaß machen und leicht fallen. Auch gute Englischkenntnisse können hilfreich sein, da in der Informatik vieles auf Englisch ist. Das Wichtigste ist allerdings, dass man Spaß und Motivation für den IT-Bereich mitbringt. Ein Praktikum oder ein privates Projekt in diesem Bereich eignen sich hervorragend, um zu prüfen, ob die Ausbildung oder das Studium in der Informatik die richtige Wahl ist.

 

SICK Karriere: Informatik gilt immer noch als Studiengang/Ausbildungsberuf, der überwiegend von Männern gewählt wird. Wie sieht es in dieser Hinsicht bei SICK aus?

 

Tobias Weckerle: Wir haben in der Ausbildung bei SICK derzeit leider tatsächlich nur eine Fachinformatikerin, der Rest sind Jungs. Gerne würden wir aber noch mehr junge Damen ins Team holen. Ich finde, dass Frauen sehr gut in die Welt der Informatik passen. Der Beruf ist vielseitig, kreativ und es geht neben der Softwareentwicklung auch um kaufmännische Themen.

 

SICK Karriere: Was erwartet die neuen Auszubildenden und Studierenden, wenn sie im September 2017 bei SICK beginnen?

 

Tobias Weckerle: Der Start bei SICK beginnt mit einer Einführungswoche für alle neuen Studierenden und Auszubildenden. Hier geht es darum, sich gegenseitig und das Unternehmen kennenzulernen. Dazu gehören verschiedene Programmpunkte: Von der Werkführung bis hin zum Telefontraining ist alles dabei. Im Anschluss finden die „SICK KulTOURTage“ statt. Das ist eine Veranstaltung, an der alle Auszubildenden und Studierenden der SICK AG teilnehmen. Dabei ist uns wichtig, dass Aufgaben im Team gelöst werden und man sich näher kennenlernt. – Auch unsere Auszubildenden und Studierenden von den Tochtergesellschaften sind hier mit dabei.

Im Anschluss an diese Einführung findet der erste Abteilungseinsatz statt, der in der Regel in der Ausbildungsabteilung ist. Hier werden Grundlagen vermittelt und erste Schulungen zu Fachthemen durchgeführt.

Darauf folgen die Einsätze in unseren Fachabteilungen. Fachinformatiker sind hier vor allem im Bereich „Information Technologie“ sowie in der Forschung & Entwicklung tätig. Ein Abteilungseinsatz dauert üblicherweise 8-12 Wochen. Für die Studierenden folgt die erste Theoriephase an der Dualen Hochschule und für die Auszubildenden der erste Theorieblock in der Berufsschule.

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SICK Karriere: Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

 

Tobias Weckerle: Alle unsere Studierenden und Auszubildenden haben eine Übernahmegarantie. Zudem ist die Nachfrage an Programmierern sehr hoch. Das liegt vor allem an der wirtschaftlichen Entwicklung – „Industrie 4.0“, „Internet of Things“ und „Big Data“ werden unsere Zukunft verändern. Ohne Informatik ist dies nicht möglich. Demnach ist der Bedarf in technologischen Unternehmen auf jeden Fall da. In der Ausbildung reagieren wir auf diesen Wandel, in dem gerade die IT-Ausbildung weiter wächst. Aus diesem Grund bieten wir auch unterschiedliche Spezialisierungen in der Ausbildungsberufen an:

–     Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung & Systemintegration

–     DH Informationstechnik & Angewandte Informatik

 

SICK Karriere: Das sind ja gute Aussichten! Dann lohnt sich eine Bewerbung auf jeden Fall?

 

Tobias Weckerle: Absolut! Wer Spaß an der IT hat, sollte sich unbedingt für eine Ausbildung als Fachinformatiker oder für ein DH-Studium bewerben. Ich habe selbst mein duales Studium bei SICK gemacht und kann es jedem empfehlen! Aber auch Schüler/innen, die keine Erfahrungen mit der Programmierung haben, dürfen sich gerne bewerben oder den Beruf bei einem Schnupperpraktikum erkunden. Mit Spaß, Motivation, Ideenreichtum und Kreativität steht einem Berufsstart in der IT nichts im Weg!

 

SICK Karriere: Vielen Dank für das Interview!

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