Heute vor 38 Jahren…

… begannen die ersten sechs Auszubildenden ihre Ausbildung bei SICK. Dieter Lupberger, einer von ihnen, ist heute noch bei SICK. Im Gespräch mit Benno Bohn, dem Ausbildungsleiter der SICK AG, erinnert er sich an seine Ausbildungszeit:

 

Bild Bohn Lupberger

Dieter Lupberger: Ich hatte damals zwei Angebote für einen Ausbildungsplatz und hätte auch Raumausstatter werden können. Letztlich habe ich mich aber dazu entschieden, bei SICK die Lehre zum Feinoptiker zu absolvieren. Zum einen arbeite ich gerne handwerklich, zum anderen bestärkte mich mein Vater, der selbst einmal in der Optik tätig gewesen war und SICK als Unternehmen gut kannte.

Benno Bohn: Heute ist SICK den Bewerbern viel stärker ein Begriff. Viele interessieren sich heute mehr für SICK als für den Beruf, den sie hier erlernen wollen. Wir sind aber viel mehr an denjenigen interessiert, die sich für einen Beruf entschieden haben und diesen unbedingt erlernen wollen – ob nun bei SICK oder einem anderen Unternehmen. Aufgrund des demografischen Wandels können inzwischen viele Bewerber beim Einstieg ins Berufsleben aus mehreren Angeboten wählen. Daher müssen wir als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb mit attraktiven Angeboten wie „Jugend forscht“, „Technic for Teens“ oder der „SICK Summer University“ um Nachwuchs werben.

 

Dieter Lupberger: Bei uns war das damals genau umgekehrt. Für die sechs Ausbildungsplätze für Berufe wie Mechaniker, Feinoptiker oder technischer Zeichner gingen rund 300 Bewerbungen ein. Neben persönlichen Gesprächen fanden auch schon damals Einstellungstests statt. Meine Noten spielten dabei übrigens keine größere Rolle.

 

Benno Bohn: Das ist auch heute noch so. Auch wenn wir inzwischen andere Auswahlverfahren wie z. B. das Assessmentcenter nutzen, wollen wir die Person als Ganzes kennenlernen. Uns liegt sehr viel daran, dass die künftigen Mitarbeiter auch von ihrer Persönlichkeit her zu uns passen. Denn in fachlicher Hinsicht können wir unseren Auszubildenden viele Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

 

Dieter Lupberger: Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Schon während meiner Ausbildung hatte ich Gelegenheit viel Neues zu lernen. An der Berufsschule besuchten wir eine Augenoptikerklasse und im Betrieb lernten wir viel über Mechanik und technisches Zeichnen – es gab damals ja noch keine Computer. Mechanik fand ich besonders interessant, weil wir dieses Wissen direkt beim Justieren von Werkzeugen anwenden konnten. Der Ausbildungsschwerpunkt lag klar auf der Vermittlung von anwendungsbezogenem Wissen, nicht auf dem Einsatz in den Fachabteilungen .

 

Benno Bohn: Da haben wir als Unternehmen auch dazugelernt. Denn schon seit vielen Jahren absolvieren unsere Auszubildenden Einsätze in den verschiedenen Fachabteilungen, wo sie von erfahreneren Kollegen lernen. Wir verstehen uns als Teil des gesamten Unternehmens und wollen aktiv zum Erfolg beitragen.

 

Dieter Lupberger: Als Unternehmen selbst auszubilden ist auf jeden Fall von Vorteil. Schade ist allerdings, dass es z. B. in meinem Fachgebiet kaum Nachwuchs gibt. Wir hatten zwar in der Vergangenheit schon Auszubildende bei uns in der Optik, aber die haben SICK nach einigen Jahren leider wieder verlassen.

 

Benno Bohn: Das ist in der Tat eine Herausforderung. Als Unternehmen muss man heute – mehr denn je – den Mitarbeitern Perspektiven bieten. Dazu gehört neben interessanten Aufgaben auch die Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren. Viele Auszubildende sehen ihre Zukunft nicht als Facharbeiter, sondern wollen z. B. ein duales Studium anschließen.

 

Dieter Lupberger: Für mich war die Facharbeiterlaufbahn auf jeden Fall genau das Richtige. Ich hatte bei SICK immer viele spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten. Daher hatte ich auch nie das Gefühl weggehen zu müssen, um neue Erfahrungen zu machen. Als einer der ersten Auszubildenden kann ich SICK als Ausbildungsbetrieb jedem empfehlen, der bereit ist, einen Beruf in einem interessanten Unternehmen auszuüben. Meine Brüder haben übrigens auch beide bei SICK ihre Ausbildung gemacht und sind auch immer noch im Unternehmen tätig – der eine als Ingenieur und der andere als Techniker.

 

SICK Karriere: Vielen Dank für dieses interessante Interview!

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