SensorING für Nachwuchs mit Netzwerk

Im Jahr 2008 startete SICK das Traineeprogramm SensorING für Absolventinnen und Absolventen technischer Studiengänge. Seitdem haben mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Programm erfolgreich absolviert. Wir wollten mehr über SensorING erfahren und haben uns bei Gabriele Pontiggia, Referentin Learning & Development Consulting bei SICK, erkundigt:

 

SICK Karriere: Warum wurde das Traineeprogramm SensorING bei SICK 2008 ins Leben gerufen?

Gabriele Pontiggia: Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem aus ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen sowie Mathematik, Informatik oder Physik sind schwer zu finden. Mit dem Einstiegsprogramm SensorING möchten wir frühzeitig qualifizierten Nachwuchs für Fach- und Projektaufgaben gewinnen und auf Ihre künftigen Aufgaben im Arbeitsleben vorbereiten. Zu Beginn waren die Trainees ausschließlich in klassischen Entwicklungsabteilungen tätig. Heute betreuen viele weitere Fachbereiche Trainees, wie z. B. das Corporate Customer Fulfillment, ein sehr vertriebsnaher Bereich, oder die IT. Der Aufbau des Traineeprogramms ist für alle Absolventen in den unterschiedlichen Fachabteilungen gleich, lediglich der Inhalt weicht fachspezifisch ab.

 

Gabriele Pontiggia, Referentin Learning & Development Consulting

Gabriele Pontiggia, Referentin Learning & Development Consulting

SICK Karriere: Das SensorING-Programm dauert zwölf Monate. Was kommt in dieser Zeit auf die Trainees zu?

Gabriele Pontiggia: Die Trainees lernen SICK in diesen zwölf Monaten intensiv kennen. In den ersten vier bis sechs Monaten werden Sie in ihrem sogenannten Heimatbereich, also dem Fachbereich, in dem Sie auch nach Abschluss des Traineeprogramms tätig sind, eingearbeitet. Danach sammeln die Trainees in den Fachbereichen Erfahrungen, die direkte Schnittstellen zu  ihrem Heimatbereich haben. Darüber hinaus können sie weitere Organisationen kennenlernen. Dies können z. B. andere deutsche Standorte oder – sofern dies für den künftigen Aufgabenbereich erforderlich ist, – auch Vertriebs-, Produktions- und Servicegesellschaften im Ausland sein. Parallel zur individuellen Einarbeitung bieten wir ein Rahmenprogramm für alle Trainees. Hier gehen wir auf ihre Wünsche ein und geben ihnen auch die Möglichkeit, selbst Programmpunkte zu gestalten. Das Rahmenprogramm umfasst z.B. Veranstaltungen zur Vorstellung der einzelnen Trainee-Fachbereiche, Besuche an den deutschen Standorten, spezielle Vorträge oder Teamevents. Die Teilnehmer bauen sich im SensorING-Programm ein Netzwerk auf, von dem sie und auch ihre jeweiligen Abteilungen profitieren.

 

SICK Karriere: Welche Vorteile hat dieses Programm für die Einsteigerinnen und Einsteiger?

Gabriele Pontiggia: Das Unternehmen ermöglicht ihnen einen breiten, netzwerkorientierten Einstieg. Jeder Trainee erhält einen individuellen Einarbeitungsplan. Unsere Trainees nehmen wir fest in die Personalplanung auf. Neben der umfassenden Einarbeitung in ihren künftigen Aufgabenbereich und ggf. einem Auslandsaufenthalt profitieren die Trainees von einem unbefristeten Arbeitsvertrag bei SICK und einer tariflichen Vergütung für Berufseinsteiger. In diesem Jahr bietet sich den Trainees weiter ein breites Angebot an Qualifizierungsmaßnahmen, die neben dem fachlichen Wissensaufbau auch der persönlichen Weiterentwicklung dienen.

Die Trainees lernen das Unternehmen sehr gut kennen und knüpfen Kontakte zu Schnittstellen, von denen sie in Zukunft profitieren werden. Vor allem Trainees, die neu in die Region ziehen, werden durch die privaten Aktivitäten der Trainees gut integriert und finden Anschluss unter Gleichgesinnten.

Insgesamt investiert SICK rund 65.000 Euro in jeden Trainee. Diese Summe umfasst nicht nur das Gehalt, sondern auch die Kosten für Weiterbildung und andere Aufwendungen wie z. B. für Standortbesuche.

 

Sophie Roscher, ehemalige SensorING-Trainee: „Das SensorING-Programm bot mir die Möglichkeit, auch andere Abteilungen der SICK AG besser kennenzulernen, in verschiedene Projekte reinzuschnuppern und viele neue Kontakte zu knüpfen.“

 

Manuel Roth, ehemaliger SensorING-Trainee: „Besonders gut hat mir der Zusammenhalt innerhalb meiner Jahrgangsgruppe gefallen. Obwohl wir fast alle in unterschiedlichen Bereichen tätig waren oder sind, konnten wir vom gegenseitigen Austausch profitieren. Durch die einzelnen Module konnte ich wichtige Kontakte knüpfen. Rückblickend war diese Art des Einstiegs der optimale Grundstein für meine Tätigkeit als Softwareentwickler.“

 

SICK Karriere: In „SensorING“ steckt der Begriff Ingenieure. Bildet SICK nur im Forschungs- und Entwicklungsbereich aus?

Gabriele Pontiggia: Der Schwerpunkt liegt zwar im Bereich Research & Development (R&D), uns ist es allerdings wichtig, dass auch andere Fachbereiche Trainees ausbilden. Eine Verteilung der Trainees über verschiedene Fachbereiche bedeutet für uns, der Traineegruppe ideale Voraussetzungen für eine breite Vernetzung ins Unternehmen bieten zu können. „Nicht-R&D-Fachbereiche“ wie z. B. die IT, bieten das Traineeprogramm in derselben Struktur an, denn wir möchten auch in diesen Fachbereichen aktiv Nachwuchsförderung betreiben.

 

SICK Karriere: Welche Aufgaben übernimmt die Personalabteilung im SensorING-Programm?

Gabriele Pontiggia: Human Resources trägt die Gesamtverantwortung für das Trainee-Programm. Wir begleiten den Prozess von der Einstellung bis zum Abschluss des Trainee-Jahres. Wir betreuen die Trainees während des Programms und sind sowie für sie als auch für ihre Betreuerinnen und Betreuer und die Führungskräfte der zentrale Ansprechpartner. In der Begleitung führen wir regelmäßig Gespräche mit den Trainees, beraten hinsichtlich persönlicher Qualifizierung und Weiterentwicklung und organisieren mit den lokalen Tochtergesellschaften Auslandsaufenthalte. Die Steuerung und Umsetzung des Rahmenprogramms wird ebenso zentral über HR gesteuert.

Letztlich unterstützen wir mit unserem Programm die Personalplanung für Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, aber auch für andere Organisationseinheiten, die z. B. Wirtschaftsingenieure suchen. Die interne Nachfrage nach Trainees, die das Programm SensorING absolvieren, wächst seit dem Start 2008 stetig.

 

SICK Karriere: Wie viele Trainees wurden bisher bei SICK ausgebildet und wie sind die Pläne für die Zukunft?

Gabriele Pontiggia: Bisher wurden im Rahmen des SensorING-Programms 55 Trainees bei SICK ausgebildet. In 2016 haben wir erstmals 14 Trainees neu eingestellt. Aufgrund der positiven Resonanz von Seiten der Teilnehmer als auch innerhalb der ausbildenden Fachbereiche, wird SICK auch in 2017 diese Anzahl an Neueinstellungen beibehalten. In 2017 planen wir erstmals ein Alumni-Treffen aller bisherigen SensorING’s. Ziel ist es, das einst geknüpfte Netzwerk weiter auszubauen und sich über aktuelle Themen und Technologien unternehmensübergreifend auszutauschen.

 

SICK Karriere: Danke für das Interview!

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