Softwareentwickler auf dem Weg zu Industrie 4.0

Marco ist Softwareentwickler in unserem Absolventenprogramm SensorING und hat davor bereits sein duales Studium bei SICK absolviert. Im Interview erzählt er uns von seiner Bachelorarbeit im Kontext von Industrie 4.0, von seinen aktuellen Aufgaben und Herausforderungen im Job und davon, wie er sich unsere Arbeitsplätze im Jahr 2040 vorstellt.

SICK Karriere: Lieber Marco, bitte stelle dich doch zunächst kurz vor!

Marco: Hallo, ich heiße Marco Kretzschmann und bin 32 Jahre alt. Ich komme aus der schönen Niederlausitz (Südbrandenburg), wohne aber aktuell zusammen mit meiner Frau in Dresden, wo es sich ebenfalls sehr gut wohnen lässt.

Interview_Marco_Kretschmann

Marco Kretzschmann

Duales Studium auf dem zweiten Bildungsweg

SICK Karriere: Du hast dich mit Ende 20 dafür entschieden, an der Berufsakademie Sachsen in Dresden in Zusammenarbeit mit der SICK Engineering GmbH Informationstechnik zu studieren. Wie kam dieser Entschluss?

Marco: Mit dieser Entscheidung habe ich einen zweiten Bildungsweg eingeschlagen. Der Grund dafür war, dass ich in meinem alten Job nicht mehr voll zufrieden war und mich schon immer für technische Zusammenhänge interessiert habe. Der Studiengang Informationstechnik als Schnittstelle von Elektrotechnik und der Informatik, bot mir die Möglichkeit technische Zusammenhänge in seiner ganzen Vielfalt zu erlernen. Als Praxispartner habe ich mich für die SICK Engineering GmbH entschieden, da ich im Rahmen meiner Praxispartner-Recherche als auch bei meinen Bewerbungsgesprächen einen sehr positiven Eindruck von dem Unternehmen hatte. Das bezieht sich sowohl auf die praktische Tätigkeit, die ich zu erwarten hatte, als auch auf die vorhandenen Rahmenbedingungen der Firma.

Durch meinen Entschluss in Dresden zu studieren, ergab sich zudem die Möglichkeit wieder in die Heimat zurückzukehren.

 

Gerätediagnose im Kontext von Industrie 4.0

SICK Karriere: Deine Bachelorarbeit steht unter dem Titel: „Evaluierung Cloud-basierter Evolutionsstrategien für die Gerätediagnose von SICK-Gaszählern im Kontext von Industrie 4.0“. Was verbirgt sich dahinter?

Marco: Das Ziel ist es, künftig Diagnosedaten der Ultraschall-Gasdurchflussmessgeräte automatisch und kontinuierlich zu erfassen und diese Daten direkt in einer Cloud  zur Verfügung zu stellen. Für eine technische Umsetzung habe ich daher bestehende Geräte wie den FLOWSIC600-XT als auch zukünftige Gerätegenerationen in die Betrachtungen miteinbezogen. Hintergrund ist, dass sich Instandhaltungsmaßnahmen aktuell nur schwer planen lassen. Das heißt, dass erst bei erkannten Störungen oder Warnungen auf Leitstellenebene eine weiterführende Diagnose eingeleitet wird. Dazu ist es bislang noch nötig sich mit einem Service-PC lokal mit dem Gerät zu verbinden, um detailliertere Informationen zum Gerätestatus zu erhalten.

In meiner Arbeit habe ich mein Augenmerk darauf gelenkt, wie wir diesen Prozess vereinfachen können. Ziel war es, die Diagnosedaten in einer Cloud kontinuierlich zentral zu erfassen und für eine Langzeitanalyse bereitzustellen.

 

Herausforderungen und Unterstützung bei der Bachelorarbeit

SICK Karriere: Wie wurdest du bei der Erstellung deiner Bachelorarbeit von den Kolleginnen und Kollegen unterstützt? Was konntest du für dich mitnehmen?

Marco: Die größten Anstrengungen bestanden darin, nach links und nach rechts zu schauen und offen für jeden Ansatz zu sein. Es sind so viele verschiedene Umsetzungen denkbar, dass es wichtig war, sich zu spezialisieren. Im Rahmen meiner Recherche stellte ich fest, dass zudem SICK-interne Umsetzungskonzepte bzw. Plattformen vorhanden waren oder sich gerade in der Entwicklung befanden, die mögliche Lösungen für meine Aufgabestellung bereithielten. Die zuständigen Kollegen an den entsprechenden SICK-Standorten in Reute und Karlsruhe konnten mir dahingehend wertvolle Informationen liefern.

Gleichzeitig habe ich damit neue Kollegen an anderen Standorten kennenlernen dürfen, wodurch eine standortübergreifende Vernetzung stattgefunden hat, die für meine zukünftigen Aufgaben sicherlich sehr wertvoll sein können.  

 

Softwareentwickler bei SICK – die Aufgaben im Job

SICK Karriere: Nach erfolgreichem Abschluss deiner Bachelorarbeit hast du als Trainee innerhalb unseres SensorING-Programms eine Tätigkeit als Softwareentwickler aufgenommen. Welche Aufgaben hast du und was ist das Besondere für dich an deinem Job?

Marco: Ich hatte das Glück nahtlos an dem Thema meiner Bachelorthesis anzuknüpfen. Allgemein geht es darum Konzepte für unsere Produkte zu evaluieren und das Thema Industrie 4.0 weiter voranzutreiben.

Das Trainee-Programm „SensorING“ bietet mir die Möglichkeit in angrenzenden Abteilungen und Standorten eingesetzt zu werden und somit weiteres Know-How für meine Aufgabenstellung zu erlangen. Gleichzeitig lernt man neue, nette Kollegen kennen. Das finde ich klasse.

 

Der Arbeitsplatz in einer vernetzten Welt im Jahr 2040

SICK Karriere: Wie stellst du dir deinen künftigen Arbeitsplatz in einer vernetzten Welt im Jahr 2040 vor?

Marco: Ich könnte mir vorstellen, dass wir es dann viel stärker mit ‚Augmented Reality‘ zu tun haben. Durch diese erweiterte Realität, eine Kombination aus wahrgenommener Realität  und vom Computer erzeugter Virtualität, wäre es denkbar dem Anwender über smarte Brillen, oder auf Englisch smart glasses, zusätzlich zu den realen Wahrnehmungen weitere Informationen bereitzustellen. Durch diese Echtzeitinteraktion könnte z. B. ein Maschinenfehler direkt über die Brille behoben werden, indem sie den Benutzer automatisch auf das fehlerhafte Teil hinweist und die Lösung gleich mitliefert.

 

SICK Karriere: Vielen Dank für deine Zeit!

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